Über Lisa

Ich lebe seit meinem 13. Lebensjahr mit Typ-1-Diabetes. Ich erinnere mich noch gut an den Moment beim Kinderarzt, als mir klar wurde: Das ist die Krankheit mit den Spritzen. Nach zehn Tagen im Krankenhaus begann der Alltag.

Ein großer Vorteil, über den ich sehr dankbar bin, war für mich, dass ein Familienmitglied ebenfalls mit Typ-1-Diabetes lebt. Der sehr bewusste und gewissenhafte Umgang damit war oft entlastend und eine wichtige Orientierung. Gleichzeitig gab es auch Phasen, in denen genau das Leistungsdruck bei mir auslöste.

Die letzten 24 Jahre waren geprägt von sehr unterschiedlichen Phasen: Zeiten, in denen der Diabetes einfach nebenherlief, und andere, in denen er viel Aufmerksamkeit brauchte. Zeiten, in denen ich ihn eher versteckt habe, weil ich niemandem zur Last fallen oder krank sein wollte. Es gab Verzweifelnde Momente, wenn nichts gegen meine Kontaktallergie auf meinen Sensor und Pumpe half und ich wieder auf Pen und das blutig messen umstieg. Aber genau so viele leichte Momente, in denen ich ganz selbstbewusst mit meiner Pumpe am Hosenbund, in ein Vorstellungsgespräch ging, mich entschied, für ein Jahr in Indien zu leben, als Surflehrerin stundenlang im Wasser stand oder der Diabetes auf Feiern Gesprächsthema wurde.

Erst im Austausch mit anderen Diabetiker:innen in den letzten Jahren, wurde mir bewusst, dass vieles, was scheinbar „nebenher“ lief, mich doch stetig begleitet hat, leise, unauffällig und doch auch kraftraubend. Gleichzeitig wurde mir klar, dass für viele Menschen der Diabetes im Alltag sehr viel präsenter und belastender ist. Daraus entstand in mir der Wunsch, etwas weiterzugeben: innere Stärke, Selbstvertrauen und die Leichtigkeit, die ich entwickeln konnte.

Beruflich durfte ich in den letzten Jahren viele Erfahrungen als Ergotherapeutin, Gesundheitswissenschaftlerin, Yogalehrerin und Resilienzcoach sammeln, vor allem in der Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie mit Kindern und ihren Familien. Parallel dazu tauchte immer wieder der Wunsch auf etwas Eigenes für Menschen mit Diabetes zu schaffen: eine individuelle Begleitung, aber auch einen Raum für Austausch, Entlastung und Entwicklung.

Inzwischen ist nicht nur der Wunsch, sondern auch der Mut gewachsen. Ich starte mit der Begleitung von Menschen mit Diabetes. Weitere Ideen und Formate dürfen daraus entstehen. Mir ist wichtig, Wege zu entwickeln, die sich gut in den Alltag integrieren lassen und den Diabetes als Teil des Lebens anzunehmen, ohne dass er bestimmt, wie dieses Leben gelebt wird.

Worauf meine Begleitung aufbaut

Aus- & Weiterbildungen

  • Ausbildung zur Ergotherapeutin
  • B.Sc. Gesundheitswissenschaften
  • Yogalehrerin 
    • Regenerierendes Yoga 
    • Traumasensibles Yoga
  • Masterclass IU Resilienzcoach & Burnout Prävention

Berufliche Schwerpunkte

  • Mehrjährige Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • Arbeit mit Kindern und ihren Familien
  • Ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung im Alltag
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit und Resilienz im Gruppen- & Einzelsetting

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